In der NZZ vom 9. Mai schreibt der in der Schweiz lebende russische Gegenwartsautor Michail Schischkin unter dem Titel: „Warum wir am Ende doch verloren haben“:

„Natürlich wünsche ich meiner Heimat den Sieg. Aber wie soll sich dieser Sieg darstellen? Jeder Sieg Hitlers war eine Niederlage für die Deutschen, sein Fall umgekehrt ein grosser Sieg. Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte hat sich gezeigt, wie ein total besiegtes Volk wiederauferstehen und weiterleben kann – ohne Fieberträume vom Krieg.

Russland dagegen ist vor unseren Augen aus dem 21. Jahrhundert in finstere Zeiten zurückgefallen. Es ist fast unmöglich, in einem Land zu leben, wo die Luft vorsätzlich mit Hass verpestet wird. Auf den grossen Hass folgte in der Geschichte stets das grosse Blut. Was erwartet mein Land? Wird es selbst zu einem riesigen Donbass?

Vater, den Krieg haben wir verloren.“

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