«Jedes Land ist auf seine eigene Weise unglücklich» – Oksana Sabuschko über die Ukraine, Russland und Polen

„Die Kreml-Führung will aus den Ukrainern Russländer machen, allenfalls mit einer lokalen Färbung, wie etwa bei den Burjaten oder den Jakuten.“ Das ist jedoch bisher den Russen in der Ukraine nie gelungen. Diese Policy könnte auch andere Völker in der Russländischen Föderation und den Nachbarstaaten (z.B. Weissrussland) aufschrecken lassen. Wie steht es um die eigene Kultur?

https://www.nzz.ch/feuilleton/jedes-land-ist-auf-seine-eigene-weise-ungluecklich-die-schriftstellerin-oksana-sabuschko-ueber-die-ukraine-russland-und-polen-ld.1437222

Marcel Zwygart MA, FOW-Vorstandsmitglied, 13.01.2019, Wien.

Junge RumänInnen – welche Optionen bleiben?

Mehrere Gespräche mit jungen gut ausgebildeten RumänInnen im privaten Umfeld bestätigen den unerfreulichen Trend. Die Resignation unter jungen RumänInnen ist groß! Der Wunsch den Kindern im Ausland, z.B. in Österreich, USA etc., eine bessere Zukunft zu gewährleisten wächst von Jahr zu Jahr. Auch weil wegen Korruption und Chancenungleichheit Existenzaufbau erschwert wird. Gleichzeitig entzieht die Emigration der Zivilgesellschaft konstruktive, gestaltende Kräfte. Wie kann dieser Abwärtstrend durchbrochen werden?

https://www.nzz.ch/meinung/das-geschaeftsmodell-der-rumaenischen-regierung-besteht-im-missbrauch-von-eu-foerdergeldern-ld.1439946

Marcel Zwygart MA, FOW-Vorstandsmitglied, 04.01.2019, Wien.

 

 

Grapsch-Attacke in Wien – Reaktionen

Für Christoph Blocher ist klar, dass das Opfer bei der Grapsch-Attacke in Wien genau richtig gehandelt hat.

Er selbst würde es genauso machen, verrät er bei «Teleblocher».

Die 21-Jährige Frau aus Genf hatte einem Afghanen in der Silvesternacht die Nase gebrochen, als sie sich zur Wehr setzte.

Eine 21-Jährige fackelte in der Silversternacht nicht lange, als ihr ein Afghane auf dem Wiener Rathausplatz an den Po fasste: Die Frau aus Genf schlug reflexartig zu und brach dem 20-Jährigen dabei das Nasenbein.

Dem Angreifer droht nun eine Strafe wegen sexueller Belästigung. Doch auch das Opfer könnte sich wegen dem Faustschlag vor Gericht verantworten müssen, wie der österreichische Star-Anwalt Rudi Mayer gegenüber Heute.at erklärt. Beide wurden angezeigt.

«Wie soll sich eine Person denn sonst wehren?»

Zum Vorfall äusserte sich jetzt auch SVP-Galionsfigur Christoph Blocher. «Sollte die Frau bestraft werden, dann zahle ich ihr gerne die Busse», sagte er bei «Teleblocher». «Wie soll sich denn so eine Person sonst wehren, wenn sie nicht mal das tun kann.»

Er würde in einer ähnlichen Situation, zum Beispiel wenn ihm jemand das Portemonnaie klauen wollte, genau gleich reagieren, fügt Blocher an. «Natürlich kann man dann immer noch sagen, es sei unverhältnismässig – aber naja, gut.»

Auch Jungfreisinnige wollen zahlen

Aber nicht nur Christoph Blocher ist dazu bereit, eine allfällige Busse zu übernehmen: Auch die Jungfreisinnigen der Stadt Zürich würden die Geldbörse öffnen. «Wir begrüssen und unterstützen ihre Zivilcourage und haben uns daher dazu entschieden, der Frau anzubieten, eine allfällige Busse zu übernehmen», schreibt Vize-Präsidentin Jessica Brestel in einer Mail an 20 Minuten.

«Wir möchten ein Zeichen setzen, dass sich Frauen auch in Zukunft trauen, sich bei sexueller Belästigung zu wehren und nicht aus Angst wegen einer Strafanzeige auf eine Reaktion verzichten.» (20 Minuten)

Flucht in die Freiheit

Betreff: Ein Hockey-Prager – Flucht in die Freiheit – Dank einer Lüge schaffte es ein junger Prager an Weihnachten vor 54 Jahren, sich mit dem Roller in die Schweiz abzusetzen (ex NZZ vom 24.12.18)

Flucht in die Freiheit

Dank einer Lüge schaffte es ein junger Prager an Weihnachten vor 54 Jahren, sich mit dem Roller in die Schweiz abzusetzen

Der Eishockeyspieler gewann an der Universiade in Villars Gold und lernte seine Schweizer Ehefrau kennen (Bild von 1959).Privatarchiv

Der Morgen war bitterkalt. Auf meinem Motorroller fuhr ich Richtung Westen. Damals besass ich keine warmen Kleider. Meine Jacke hatte ich mit Schaumstoff aus einer Autokarosserie gefüttert. Links und rechts der Strasse lagen die endlosen, dunklen, böhmischen Wälder. Immer weiter gegen Westen. Ich passierte eine Tafel: «Achtung, Grenzgebiet. Zutritt nur mit spezieller Bewilligung.»

Auf der Brücke über der Grenzlinie stand ein Soldat mit einer Maschinenpistole. Bei der Barriere ein Grenz­wächter mit einem Hund. Ich bremste ab. Eine Freundin hatte mir eine Sturmhaube gestrickt. Ich trug sie unter dem Helm, nur meine Augen schauten hervor. Sofort zog ich den Helm und die Haube ab, damit die Soldaten mein Gesicht ­sehen konnten. «Wo fahren Sie hin?», fragte der Soldat mit dem Hund. «In die Schweiz», antwortete ich. Der Soldat blickte misstrauisch und verschwand mit meinen Dokumenten in der Grenzwache.

In diesem Moment wurde über mein Leben entschieden.

Erlaubte Ferien in Italien

Es war nicht das erste Mal, dass ich die Tschechoslowakei verlassen wollte. Im Sommer hatte ich mit meinem Freund Pepik Ferien in Italien gemacht. Pepik war von einer kommunistischen Jugendgruppe aus Verona eingeladen worden. Er sagte: «Du hast ein Motorrad, ich habe eine Einladung. Fahren wir nach Italien.» «Du spinnst», antwortete ich, «das kommt doch gar nicht infrage.» Doch aus unerfindlichen Gründen gaben uns die Behörden die Erlaubnis. Also fuhren wir zusammen auf meinem Roller über 800 Kilometer von Prag bis Verona.

Auch die Schweiz kannte ich schon. Zwei Jahre zuvor hatte ich an der Universiade in Villars nicht nur die Goldmedaille im Eishockey gewonnen, ­sondern auch meine zukünftige Ehefrau aus der Schweiz kennengelernt. Im Mannschaftshotel gab es drei Schlafplätze zu wenig. Ich gehörte zu den jüngsten Spielern und musste deshalb in ein Nebengebäude umziehen. Die Frau, die uns damals unseren Schlafplatz zeigte, heiratete ich einige Jahre später.

Mit einer Einladung der Schweizerin im Gepäck machte ich mich am 19. Dezember 1964 auf die Reise. Wenn mich die Grenzwächter nicht aufhielten, würde ich meine Heimat für immer ­verlassen.

Ich fuhr eine Cezeta 175 mit knatterndem Zweitaktmotor. Der Tank über dem Vorderrad liess den Motorroller aussehen wie eine Ente. Auf dem Schnabel hatte ich ein Köfferchen befestigt. Mit den Beinen umklammerte ich einen Beutel, auf dem Rücken trug ich einen riesigen Rucksack. Hinten am Motorrad hing ein einrädriger Anhänger, der aussah wie ein Ei. Was nimmt man mit, wenn man weiss, dass man nie mehr zurückkehrt? Ich hatte viel zu viel Gepäck dabei. Doch ich war für die Grenzkontrolle gewappnet.

Der Soldat trat zusammen mit einem Offizier aus der Grenzwache hervor. «Sie wollen also in die Schweiz?», fragte der Offizier argwöhnisch. Bevor er eine weitere Frage stellen konnte, begann ich, eine Rede abzuspulen, die ich für diesen Fall vorbereitet hatte: «Genosse», fing ich an, «dieses Motorrad ist ein ausgezeichnetes Erzeugnis der tschechischen Arbeiterschaft. In der Schweiz habe ich eine Wette abgeschlossen. Sollte ich mit diesem Motorrad auf dem Weg eine Panne haben, dann werde ich abgeholt und muss an Weihnachten im Zürichsee baden gehen.»

Der Offizier machte grosse Augen: «Das ist ja toll, da drücken wir Ihnen die Daumen!», sagte er beinahe euphorisch, um sogleich anzufügen: «Was haben Sie denn alles dabei?»

In den Wochen zuvor hatte ich mir für jedes einzelne Stück im Gepäck eine Begründung ausgedacht, wieso ich es in die vermeintlichen Weihnachtsferien in der Schweiz mitnehmen müsse. Die vielen Kleider? Würde ich an den vielen Weihnachtsfeiern tragen. Die Schlittschuhe? Brauchte ich, um den Schweizern mein Können auf dem Eis zu präsentieren. Die Schulbücher? Musste ich für eine anstehende Prüfung dabei haben.

Zuoberst in meinen Gepäckstücken lagen die Kleider. Unten diejenigen Dinge, die kein Mensch in den Weihnachtsferien braucht. Ich öffnete den Deckel des Anhängers, der Offizier spähte hinein. Ich hob ein Stoffstück an, und darunter kam eine geschliffene tschechische Glasplatte zum Vorschein. «Auch das ein weltberühmtes Erzeugnis der tschechischen Arbeiterschaft», sagte ich. «Man kann an Weihnachten schliesslich nicht mit leeren Händen in die Schweiz fahren.» – «Da haben Sie recht», antwortete der Offizier. «Dann wünschen wir Ihnen eine gute Reise.»

Der Roller sprang an, ich liess die Grenze hinter mir. Nie wieder würde ich in die Tschechoslowakei zurückkehren.

Ich war schon immer ein freiheits­liebender Mensch. An meinem Leben hat mich das am meisten gestört: dass ich nicht selber entscheiden konnte, was ich machen, wohin ich gehen wollte. Wir ­lebten hinter einem Vorhang der Lüge. Die Menschen führten Scheinleben, weil sie nie wussten, wem sie vertrauen konnten. Im engsten Freundeskreis wurde über die Politik diskutiert, geschimpft, und man machte Witze über sie. Doch an der Arbeit oder im Kontakt mit den Parteileuten musste man sich immer korrekt verhalten.

Ich wusste bereits als Student: So will ich nicht sterben. Aus den Ferien mit ­Pepik in Verona wäre ich am liebsten gar nicht mehr zurückgekehrt. Aber er war ein erfolgreicher junger Chemiker und hatte Perspektiven in Prag. Wäre er allein zurück, hätte er ernsthafte Probleme bekommen. Nach meiner Heimkehr fasste ich jedoch den Entschluss zu fliehen.

Die Ahnung der Mutter

Es folgten Wochen des Schweigens. Nicht einmal meiner Mutter durfte ich etwas von meinen Plänen erzählen. Als ich sie das letzte Mal vor meiner Abreise besuchen ging, verabschiedete ich mich wie immer und fuhr mit meinem Motorrad davon. Doch ich wusste nicht, ob ich sie jemals wiedersehen würde. Nach einigen Metern drehte ich mich noch einmal um und winkte ihr ein letztes Mal zu.

Jahre später hat sie mir verraten, dass sie meine Flucht damals geahnt habe. Den Moment, als ich ihr auf dem Motorrad zuwinkte, habe sie nie wieder vergessen. Denn da habe sie gewusst: Der kommt nicht mehr zurück.

Damals arbeitete ich hauptberuflich als Turnlehrer an einer Berufsschule in Mlada Bolesla und spielte Eishockey in der 2. Liga. Anfang Dezember rief mich der Schuldirektor in sein Büro. «Genosse», sagte er, «Sie sind als Eishockeyspieler ein Vorbild. Dutzende Lehrlinge gehen zu Ihnen in die Schule. Sie sollten sich überlegen, ob Sie nicht in die Kommunistische Partei eintreten möchten.»

Ein Schauer lief mir über den Rücken. Ich war angewiesen auf die Erlaubnis meines Arbeitgebers, um ins Ausland zu fahren. Der Direktor hätte meinen geheimen Plan im Nu zerstören können. Ich versuchte, mir nichts anmerken zu lassen. «Genosse, das ist eine sehr ernsthafte Angelegenheit», antwortete ich. «Darüber muss ich zuerst mit voller Verantwortung nachdenken.»

Nach diesem Gespräch bin ich nie mehr an die Schule zurückgekehrt. Ich bekam Angst. Eine falsche Bemerkung hätte gereicht, um meine ganze Zukunft zu gefährden. Ich brauchte einen ­Ausweg.

Wenige Tage später hatte ich mit meiner Eishockeymannschaft ein Meisterschaftsspiel in Prag. Ich würde mich in diesem Spiel verletzen. So müsste ich nicht mehr an meinen Arbeitsplatz zurückkehren. Während des Spiels liess ich mich bei einem Zweikampf kurz vor der Bande fallen. Damals trugen Eishockeyspieler noch keine Helme. Ich schlitterte über die Eisfläche und prallte kopfvoran in die Bande. Ich liess mich vom Eis tragen. Ernsthaft verletzt hatte ich mich nicht, doch mein Plan ging auf. Ein Arzt diagnostizierte mir noch neben dem Eisfeld eine Hirnerschütterung. Ich musste nicht mehr arbeiten gehen.

Wenige Wochen später war ich in der Schweiz. Ich war frei – und fiel in ein tiefes Loch. Es gab keine Obrigkeit mehr, die über mein Leben bestimmen konnte. Ich musste erstmals selber entscheiden, was ich mit meiner Zukunft anstellen wollte. Ich war überfordert von meiner neu gewonnenen Freiheit.

Nach meiner Ankunft lebte ich bei der Familie meiner zukünftigen Ehefrau. Doch ich brauchte einen Job. Ich rief beim Eishockeyklub in Villars an, wo ich seit der Universiade einige Leute kannte. Der Eismeister nahm das Telefon ab und sagte, ohne zu zögern: «Klar, komm her, wir finden etwas für dich.» Das war der Anfang meines zweiten Berufslebens.

In Villars stellte ich einen Asylantrag und begann, als Eismeister zu arbeiten. Eishockey spielen durfte ich nicht, weil damals noch keine Ausländer in der Meisterschaft zugelassen waren. Bald kannte mich aber das ganze Dorf, weil jeder wusste, dass ich technisch locker mit den Spielern der ersten Mannschaft mithalten konnte. Danach arbeitete ich drei Jahre lang als Trainer beim HC Davos. Schliesslich zog ich nach Zürich und war fortan Sportlehrer beim Akademischen Sportverband.

Der Geruch der Heimat

Nach sechs Jahren in der Schweiz sah ich zum ersten Mal meine Mutter wieder. Sie durfte mich besuchen kommen. Alte Frauen konnten leichter ausreisen. Die Kommunisten hofften wohl, dass sie nicht zurückkämen und das Regime so Rentengelder sparen könnte.

1990 kehrte ich erstmals nach 26 Jahren wieder in die Tschechoslowakei zurück. Als ich mit dem Bus über die Grenze fuhr, wurde es dunkel. In der Schweiz und in Deutschland waren die Strassen beleuchtet, nicht aber in der Tsche­choslowakei. Nicht die Finsternis irritierte mich, sondern der Geruch. Es war Winter, die Fenster des Busses waren geschlossen – trotzdem roch ich sofort die typischen Kohleheizungen. Ich war zurück.

Seither fahre ich regelmässig nach Prag. Die Reise ist auch nicht mehr so beschwerlich wie vor 54 Jahren auf meiner Cezeta. Doch noch heute geht es mir unter die Haut, wenn ich Bilder aus der Zeit der Angst und Willkür sehe. Jüngere Generationen haben keine Vorstellung davon, wie das Leben in einem solchen Regime funktioniert. Die jüngsten Menschen, die sich daran erinnern können, sind heute um die 40 Jahre alt. Es dauert nicht mehr lange, dann wird die historische Erinnerung einschlafen.

Ich bin zwar schon 81, aber noch immer viel unterwegs. Einmal in der Woche spiele ich mit Studenten Eishockey. Letztes Jahr besuchte ich meinen alten Freund Pepik in den USA. Er ist mittlerweile ein renommierter Chemieprofessor. Im Frühling unternahm ich eine Wanderung auf eine Alp. Der Schnee lag noch so hoch, dass ich die Hütte freischaufeln musste. Ich verbrachte zwei Tage mutterseelenallein in der Stille der Berge. Nach der Wanderung zurück ins Tal hatte ich aber tagelang Knieschmerzen. Da habe ich mich gefühlt wie ein alter Mann.

Aufgezeichnet: Nils Pfändler

Der 81-jährige Mann bat darum, seinen Namen nicht zu nennen.

Wiedervereinigung Taiwans mit dem Festland

China hat seinen Willen bekräftigt, eine Wiedervereinigung mit Taiwan im äussersten Fall auch mittels militärischer Gewalt zu erzwingen. Präsident Xi Jinping sagte am Mittwoch, Peking «behält sich die Option vor, alle erforderlichen Massnahmen zu ergreifen».

Perfid: Letztlich werde die Wiedervereinigung Taiwans mit dem Festland erfolgen, sagte Xi. Diese sei im Interesse und zum Wohle der «taiwanischen Landsleute».

Anlass der Rede Xis war die Erinnerung an eine Botschaft aus dem Jahr 1979 an Taipeh, in der die kommunistische Führung in Peking Taiwan zur Wiedervereinigung und zu einem Ende der militärischen Konfrontation aufforderte.

China betrachtet die dem Festland vorgelagerte Insel Taiwan seit dem Ende des Bürgerkriegs und dem Sieg der von Mao Tse-tung geführten Kommunistischen Partei über die Kuomintang-Nationalisten im Jahr 1949 als abtrünnige Provinz und strebt eine Wiedervereinigung zu seinen Bedingungen an. Taiwan spaltete sich zwar von China ab, erklärte jedoch nie formell seine staatliche Unabhängigkeit.

Noch zwei Bemerkungen:

ジェームス @jmstwn 12h12 hours ago

Though Xi’s speech was formally addressed to Taiwanese, I’m convinced it was for Chinese consumption. No understanding of the Taiwanese perspective exhibited and nothing creative even in the language: the exact same speech could have been given verbatim in 1997.

This speech pales in comparison to the 1979 address, which was friendly instead of hectoring, cognizant of the political situation, played to the ideology of the government in Taipei, and had an actual policy announcement (ceasing bombing of Kinmen)

http://www.china.org.cn/english/7943.htm

 

Flüchtling aus Eritrea

Mit 16’500 Franken, die er am Automaten abgehoben hatte und in einem Plastiksack verstaut hatte, wollte ein älterer Herr diesen Frühling ein Auto kaufen. Doch auf dem Flohmarkt in Winterthur verlor er sein Geld. Glück im Unglück für den Mann: Ein Asylsuchender aus Eritrea fand das Geld und brachte es zum Fundbüro. Nebst dem Finderlohn beschenkte ihn der ältere Mann daraufhin mit 500 Franken. Das berichtet die «Sonntagszeitung». Es sei normal, zu helfen, wird der Eritreer zitiert.

Michael Loetscher, der Leiter des Fundbüros der Stiftung Brühlgut in Winterthur sagt der Zeitung, es seien oft ärmere Menschen, die Bargeld im Fundbüro abgeben. Oft kämen zwar auch leere Portemonnaies ins Büro. Trotzdem sei er erstaunt, wie viele ehrliche Menschen es gebe. Eine von der «Sonntagszeitung» durchgeführte Umfrage bei Schweizer Fundbüros zeigt, dass fast jeden Monat Finder lose oder minimal verpackte Geldscheine abgeben. Meistens handelt es sich dabei um Beträge von zwanzig bis zu mehreren Hundert Franken.

Fund über 144’000 Franken: Darüber hinaus wurden in der jüngeren Vergangenheit immer wieder spektakulär grosse Beträge abgeben. Ein 49-jähriger Holländer fand etwa vor zwei Jahren in Zürich im Schnee ein Sonnenbrillenetui mit 28’000 Euro.

Ein Arbeiter in Luzern stiess bei einem Wohnungsumbau auf 50’000 Franken. An der Endhaltestelle eines Trams in Basel wurden vor knapp drei Jahren 144’000 Franken in einer Tasche gefunden. Dank ehrlichen Findern kam das Geld in allen Fällen zurück zum Besitzer.

Gefundenes Geld zurückbringen ist Pflicht: Diese spektakulären Fälle zeichnen allerdings ein trügerisches Bild. Gemäss einem Test des Magazins «Reader’s Digest» schneidet etwa Zürich im «Ehrlichkeits-Rating» schlecht ab.

Nur vier von zwölf gefundenen Portemonnaies würden in Zürich beim Fundbüro abgegeben.

Damit liegt Zürich im letzten Drittel des Ratings und noch hinter internationalen Städten wie Mumbai, New York oder Moskau.

Das Zurückgeben von gefundenem Geld ist allerdings nicht nur eine nette Geste, sondern Pflicht. Laut Gesetz ist jeder verpflichtet, gefundenes Geld ab einem Betrag von zehn Franken zum Fundbüro oder zur Polizei zu bringen. Im Gegenzug kriegt man einen «angemessenen Finderlohn», der in der Regel bei zehn Prozent des Werts liegt. Sofern sich der Besitzer nicht innerhalb von fünf Jahren meldet, kriegt der Finder das Geld zurück.

 

 

Le nombre de Russes nostalgiques de l’URSS a atteint un maximum en 10 ans

Environ 66% des habitants de la Fédération de Russie regrettent la disparition de l’URSS selon un sondage récent mené par le Centre Levada, une organisation non gouvernementale russe indépendante sise à Moscou. Ce nombre est le plus élevé de ces dix dernières années – le maximum ayant été atteint en l’an 2000, avec un taux de 75%.

Lien vers l’article en langue russe, du site Internet RBC Daily. Auteur: Vladislav Gordeev. Date: le 19 décembre 2018. RBC Daily est l’un des principaux sites russes consacrés au monde des affaires, de l’économie et des entreprises nationales:

https://www.rbc.ru/society/19/12/2018/5c197ede9a79475481d5e3ef

66% of the inhabitants of the Russian Federation do regret the end of the USSR according to a recent survey of the Levada Center, an independent polling and sociological research NGO based in Moscow. This number is the highest in 10 years – a peak was nonetheless reached in the year 2000 with 75%.

Link to the article in Russian (see above).

Die Zahl der Russen, die sich nach der UdSSR sehnen, stieg in einem Jahrzehnt auf ein Maximum

Etwa 66% der Einwohner Russlands bedauern den Zusammenbruch der Sowjetunion, stellten die Soziologen des Levada-Zentrums fest. Diese Zahl war die höchste in den letzten 10 Jahren. Das Maximum wurde im Jahr 2000 festgelegt, als 75% der Befragten dies angaben.

Rund 66% der Russen empfinden den Zusammenbruch der Sowjetunion als bedauert, im Laufe des Jahres wuchs diese Zahl um 8% und in den vergangenen 10 Jahren nicht mehr als 61%, berichtete die Zeitung Vedomosti , die Ergebnisse einer soziologischen Untersuchung des Levada-Zentrums zitiert . Der Anteil derjenigen, die der Ansicht sind, dass die UdSSR hätte gerettet werden können, betrug 60%.Das absolute Maximum wurde im Jahr 2000 verzeichnet, während 75% der Befragten den Zusammenbruch der UdSSR bedauerten.

Die Mehrheit der Befragten, die sich nach der UdSSR sehnen, ist über 55 Jahre alt, aber unter jungen Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahren wächst diese Einstellung. Unter den Hauptursachen für Nostalgie für die Sowjetunion nannten die Befragten die Zerstörung des einheitlichen Wirtschaftssystems (52%), den Verlust des Zugehörigkeitsgefühls zu einer Großmacht (36%) und das Wachstum von gegenseitigem Misstrauen und Bitterkeit (31%).

Nach Angaben der Soziologin Levada Center Carina Pipia war der Grund für die Zunahme der Nostalgie für die Union die Anhebung des Rentenalters. „Die Bevölkerungsnostalgie für die UdSSR erklärt immer vor allem mit irrationalen Vorstellungen über die starke Wirtschaft und das Wohlergehen dieser Zeiten, wobei das Defizit und die Karten vor allem vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über die Wohlfahrtsprobleme in der Gegenwart vergessen werden“, sagte sie.

Anfang Dezember erklärte die Mehrheit der Teilnehmer an der VTsIOM- Umfrage , dass sie das Recht auf Gesundheitsschutz als das wichtigste ansehen, das durch die Verfassung garantiert wird. Dies wurde von 49% der Befragten angegeben, 45 bzw. 40% hielten die Rechte auf Bildung und Arbeit für wichtig.

Der Studie zufolge halten 38% der Russen das Recht auf soziale Sicherheit für wichtig. Von 36% der Befragten haben das Recht auf Leben und das Recht auf Wohnung festgestellt. Das Recht auf Schutz ihrer Rechte und Freiheiten, einschließlich des Rechtsschutzes, wurde von 30% der Befragten als wichtig angesehen, das Recht auf Freiheit und persönliche Integrität – 29%.

Den Ergebnissen der Umfrage vom Levada Center im November zufolge unterschieden die Russen den vom Land gewählten Weg . 47% der Befragten waren der Meinung, dass sich das Land in die richtige Richtung bewegt, 42% waren der gegenteiligen Meinung. Gleichzeitig konnten 11% der Befragten nicht entscheiden, welchen Weg sie von Russland gewählt haben.

Das Levada Center stellte fest, dass 66% der Befragten den Aktivitäten des russischen Präsidenten Wladimir Putin zugestimmt haben und 33% der Befragten dies nicht befürworteten. Die Arbeit von Premierminister Dmitri Medwedew wurde von 34% der Russen unterstützt, während 65% der Befragten ablehnten, seine Aktivitäten zu missbrauchen.

Urheber: Vladislav Gordeev.
Tags: UdSSR , Umfrage , Levada Center