Fazit zum Artikel „Däumchen drehen auf dem Frachter“ im „Der Bund“ vom 01.02.2019.

Das im Artikel „Däumchen drehen auf dem Frachter“ am Rande angeschnittene „Abkommen zwischen Moskau und Kiew von 2004“ stellt ein Schlüsseldokument dar. 

Der Vertrag wurde bis heute von keinem der beiden Vertragsparteien offiziell aufgekündigt. Durch die Errichtung der „Brücke bei Kertsch“ sowie der von ihnen erwähnten Blockade der Straße von Kertsch, scheint sich jedoch das Recht des Stärkeren“ durchzusetzen. Das Abkommen mit dem Namen „On Ratification of the Treaty for Cooperation in Utilizing the Azov Sea and the Kerch Strait between Ukraine and the Russian Federation“ regelt den Schiffsverkehr im Azowschen „Meer“ sowie der Straße von Kertsch. Das Asowsche „Meer“ und die Straße von Kertsch werden als interne Gewässer der beiden Staaten betrachtet. Nicht-Kommerzielle Schiffe unter der Flagge der Russländischen Föderation sowie der Ukraine haben das Recht auf freie Navigation im Asowschen „Meer“. Auch Schiffe aus anderen Ländern können mit einer Einladung eines Vertragspartners, sowie der Genehmigung des einen oder anderen Vertragspartners, die Straße von Kertsch und das Asowsche „Meer“ befahren. Es findet zurzeit eine klare Verletzung dieses Vertrages statt. 

Marcel Zwygart MA, FOW-Vorstandsmitglied, 10.02.2019, Wien

https://www.derbund.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Daeumchen-drehen-auf-dem-Frachter/story/28203614

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