«Wir stehen im Weg»

 

https://www.blick.ch/news/politik/sie-haben-nichts-zu-tun-armee-will-hunderte-soldaten-wieder-nach-hause-schicken-id15847407.html

 «Wir stehen im Weg»

Knapp 5000 Armeeangehörige sind im Kampf gegen das Coronavirus mobilisiert worden. Wirklich im Einsatz stehen aber längst nicht alle. Etwa die Hälfte der Soldaten in der Kaserne verbringe die Tage damit herumzusitzen, berichtet ein Spitalsoldat, der derzeit in der Ostschweiz stationiert ist. Diejenigen, die tatsächlich eingesetzt werden, könnten ausserdem kaum helfen.

«Wir erledigen nur kleinste Hilfsarbeiten, die das Spital nicht ernsthaft entlasten. Die Pflegenden verstehen selber nicht, wieso wir aufgeboten wurden», sagte er der «WOZ». Insbesondere, weil gleichzeitig Spitalmitarbeiter auf Kurzarbeit gesetzt werden, weil zu wenig zu tun ist.

«Wäre die Schweiz tatsächlich am Anschlag, wäre ich bereit auf vieles zu verzichten und zu helfen.

Es ist aber klar, dass wir keinen nennenswerten Beitrag leisten und eher noch im Weg stehen», ergänzt derselbe Soldat gegenüber BLICK. Er appelliert an die Armeeführung: «Wir wollen endlich nach Hause!»

Kommentar zu Pressemeldungen über Corona und Armee Einsatz vom Georg Vancura

Das Wesen der militärischen Planung besteht darin, für den Worstcase vorbereitet zu sein, um diesen mit möglichst wenig Verlusten zu lösen.

Die Bilder aus Italien und die Hochrechnungen der Virologen liessen Mitte März und Anfang April Schlimmes erwarten, vgl. beiliegendes Foto  v. 24.3.2020.

Auf Grund dieser Einschätzungen haben sowohl das Gesundheitswesen/Spitäler die Kapazitäten hochgefahren, wie auch das Militär 8’000 Soldaten bereit gestellt.

Der Bundesrat hat zusammen mit anderen Institutionen einen Bündel von rigorosen Massnahmen beschlossen und die Bevölkerung hat sich an die Vorgaben gehalten,

obwohl diese wesentliche Einschränkungen sowohl der persönlichen  Freiheiten wie auch des Wirtschaftslebens bedeuteten.

All diese Massnahmen und das Verhalten der Bevölkerung und der Wirtschaft zeitigen jetzt die erwarteten guten Resultate,

über die wir und alle freuen: Die Infektionsraten und die Anzahl der Todesfälle gehen herunten und die Spitäler kamen nicht an die Grenze der Belastbarkeit, sondern konnten noch Patienten aus den Nachbarländern aufnehmen. Auf Grund dieser günstigen Situation konnte der Bundesrat am 16.4.2020 eine stufenweise  Lockerung der einschränkenden Massnahmen beschliessen. Es ist daher nur folgerichtig, dass auch die Armee die bereitgestellten Kapazitäten an den reduzierten Bedarf anpasst  und einige Soldaten entlässt. Die vorsichtige zwischenzeitliche Bilanz zeigt, dass es dank den erfolgreichen Anstrengungen aller gelungen ist, die Corona/Covid 19 Epidemie in den Griff zu bekommen.

Georg Vancura

5033 Buchs 16.4.2020

 

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