MH17: Das hatten wir doch schon mal 1983!

MH17 und KAL 007: Heute und damals am 1.9. 1983

Erst 4 Tage nach dem Abschuss des MH17 wurden die Separatisten vom Kreml-Chef aufgefordert den auslaendischen Fachleuten den Zugang zum Absturz-Ort frei zu geben. Warum nicht bereits am 1. Tag bzw. sofort danach?

Der Zug mit etwa 200 Leichen ist erst heute, am 22 7. 14 in Charkow eingetroffen, die restlichen etwa 100 Leichen fehlen.

Inzwischen sind die kompromittierenden Spuren von den kremltreuen Profi-Banditen gesichert worden und die Propaganda hat eine Anti-Story entwickelt: Der Kreml stellt die Ukraine an den Pranger!

Die Situation ist brandgefaehrlich- vergleichbar mit 1983, als das südkoreanische Zivilflugzeug KAL 007 von den Sowjets abgeschossen wurde.

Auch dies leugneten die damaligen sowjetischen Stellen ca 5 Tage lang ….und gaben den Flugschreiber erst nach dem „Rozval“ der Sowjetunion an die KAL zurück.

Die NZZ schrieb damals:

KAL 007: Opfer des Kalten Kriegs: Der Korean Air Lines –KAL- Flug von New York via Anchorage nach Seoul wurde am 1. September 1983 von einem sowjetischen Kampfflugzeug abgeschossen. Ohne dass es die Piloten bemerkt hatten, war KAL 007 Dutzende von Kilometer vom Kurs abgekommen und in gesperrten sowjetischen Luftraum eingedrungen. Der Abschuss fand westlich der Insel Sachalin statt, wahrscheinlich aber über internationalen Gewässern. Alle 246 Passagiere und 23 Crew-Mitglieder an Bord des Jumbo Jets kamen ums Leben.

 

Manoever und Spionageflüge: 1983 waren die Beziehungen zwischen der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten so angespannt wie seit der Kubakrise nicht mehr. Anfang 1983 hatte der amerikanische President Ronald Reagan den Aufbau eines Abwehrsystems gegen Interkontinentalraketen, die Strategic Defense Initiative, bekannt gegeben. Auch wurden die Pershing II Raketen, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden konnten, einsatzfähig. Ihre Stationierung in Europa stand bevor. Im Nordpazifik, den KAL 007 ueberflog, führten die USA zu dieser Zeit Manoever durch. Amerikanische Spionageflugzeuge hatten dabei mehrmals sowjetische Militärinstallationen überflogen, jedoch ausserhalb der Reichweite der sowjetischen Flugabwehr.Entsprechend nervoes waren die sowjetischen Militaers als ein unidentifiziertes Flugzeug in den frühen Morgenstunden über der Halbinsel Kamtschatka auftauchte. Weder vom Boden aus noch mit aufgestiegenen Kampfjets gelang es ihnen, KAL 007 zu identifizieren. Aus Berichten von Überläufern und Dokumenten, die nach dem kalten Krieg verfuegbar wurden, scheint heute klar, dass in der Kommandohierarchie der Luftwaffe Verwirrung geherrscht hat.

Der Kampfpilot, der KAL 007 abschoss, sagte später aus, er habe das Flugzeug als eine Boeing 747, also ein ziviles Flugzeug, erkannt und die Lichter in der Kabine gesehen. Ebenso stellte sich heraus, dass das koreanische Flugzeug ordnungsgemäss seine Positionslichter eingeschaltet hatte und dass die sowjetische Flugueberwachung nicht versucht hatte, mit den Piloten zu kommunizieren. Die sowjetische Propaganda behauptete das Gegenteil, nachdem sie in den ersten fünf Tagen sogar den Abschuss abgestritten hatte.

Zwei Suchteams: Im Gegensatz zu MH 17 brach KAL 007 nach dem Beschuss nicht auseinander. Sie flog noch mehrere Minuten weiter und war sogar noch teilweise kontrollierbar. Allerdings waren die Beschaedigungen zu gross; die Piloten konnten das Flugzeug nicht mehr landen. Da die genaue Absturzstelle unbekannt war, begannen zwei Suchaktionen; eine sowjetische innerhalb der Territorialgewässer der UdSSR und eine amerikanisch-japanisch-südkoreanische in internationalen Gewässern. Auf beiden Seiten nahmen Kriegsschiffe teil, die sich scharf beäugten. Gefunden wurde das Wrack mit den Black Boxes von den Sowjets.

Erst nach Ende der UdSSR wurden das Wrack mit den Black Boxes der KAL zurückgegeben. Fazit?

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